Cortes de la Frontera und Benarrabá
- Agnes
- 31. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Die Strecke von Marbella hoch nach Ronda ist atemberaubend. Steil, kurvig und Sonntags auch mit ziemlich viel Verkehr. Natürlich fahren wieder alle zu irgendwelchen Restaurants, die als Geheimtipp irgendwo versteckt sind, um mit der Familie den Sonntag Mittag zu genießen.
Hinter Ronda werden die Straße enger und noch kurviger. Für 5 km brauchen wir fast eine halbe Stunde, aber es hat sich gelohnt. Nicht nur der Ausblick, auch der Ort, den wir erreichen hat durchaus Charme. Cortes de la Frontera. Hier ist der Stellplatz kostenlos, direkt neben einer verlassenen Hotelruine. Nach einiger Recherche finden wir heraus, das sich hier eine Hotelgruppe verspekuliert hat und das Hotel von einem auf den nächsten Tag geschlossen wurde. Die Gäste wurden einfach aufgefordert das Hotel zu verlassen. Unglaublich. Eigentlich ein tolles Objekt mit einem fantastischen Ausblick. Jetzt verfällt es mehr und mehr und nachts hören wir komische Geräusche... Aber das war der Wind, der durch das Gebäude pfeift. Etwas gruselig das Ganze .Der Ort ist sehr hübsch. Alles weiß mit vielen Blumentöpfen vor der Tür und natürlich einigen Bar´s. Wir bleiben drei Tage. Unser nächstes Ziel ist noch ein kleines Dorf: Benarrabá nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt, aber mit dem Auto über eine Stunde Fahrtzeit.
Hier gibt es einen Stellplatz von der Gemeinde und ich rufe eine Telefonnummer an. Das Ayuntamiento meldet sich und schickt jemand hoch, der uns den Strom- und Wasserkasten aufschließt. Carlos klärt uns über die örtlichen Gegebenheiten auf, wann welche Kneipe auf hat und wo es das beste Essen gibt. Sehr wichtig. Die Freundlichkeit und Offenheit freut uns jedes Mal.
Das Wetter ist herrlich und wir planen endlich wieder eine Wanderung.
Komoot, unsere Wanderapp leitet uns völlig fehl und wir landen nach mühsamem Abstieg auf einem Geröllweg an einem Zaun mit Eseln und Pferden dahinter. Da gehen wir mal lieber nicht weiter. (Ich habe Angst vor Eseln!)
Also alles wieder hoch. Danach wird´s entspannter. Allerdings mit ziemlichen Höhenmetern. Kurz vor dem Dorf treffen wir doch noch auf Esel in freier Wildbahn. Stefan lacht mich aus und glücklicherweise nimmt das Interesse der Esel an uns ziemlich schnell ab.
Wir bleiben hier auch drei Tage. Die Atmosphäre ist so entspannt, das Wetter spielt mit und wir fragen uns, ob es wohl hält?? Wir wollen am Wochenende nach Tarifa. Dort haben wir eine Ferienwohnung für 2 Monate gemietet. Wir haben uns gedacht, eine Weile dort zu verbringen könnte uns helfen ein bisschen "runterzukommen", Gedanken und Bilder im Kopf zu sortieren und wir wollen alte Freunde treffen. Bevor es endlich nach Marokko geht.
Wir freuen uns jedenfalls auf ein neues Kapitel. Auf geht´s!





















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