Marrakesch
- Agnes
- 18. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 29. Apr.

Bevor wir in die Stadt fahren verbringen wir noch eine sehr entspannte Nacht auf einem wunderschönen kleinen Anwesen ca. 20 km vor Marrakesch. Es gehört Franzosen, die sich hier vor vielen Jahren niedergelassen haben und eine Oliven und Fruchtbaumplantage bewirtschaften. Auf dem weitläufigen Gelände haben sie einen Stellplatz geschaffen, der wie gemacht ist für eine kleine Auszeit - vor oder nach einem Marrakesch Besuch
Ich muss noch arbeiten und wir fahren erst am Freitag Nachmittag in die Stadt. Das Auto stellen wir auf dem bewachten Parkplatz am Flughafen ab und nehmen uns ein Taxi - ohne Verhandlung, weil Festpreis wie wir erklärt bekommen, Der Fahrer setzt uns fast direkt vor unserem kleinen Riad ab. Das haben wir von der Lage her perfekt gebucht. Es liegt direkt am Eingang zur Medina. Von dort aus sind wir in wenigen Minuten mitten drin.
Wir nehmen den obligatorischen Begrüßungstee zu uns, bekommen ein paar Infos und marschieren einfach los. Google Maps ist absolut hilfreich. Aber wir versuchen auch uns einzelne Punkte zu merken, um ein Gefühl für die Medina und die Richtungen zu bekommen. Gleich bei unserem ersten Rundgang treffen wir auf eine Frauenkooperative, die in einem Hinterhof ihre Werkstätten haben und Körbe herstellen oder Lederwaren. Wir wollen uns das auf jeden Fall noch mal genauer anschauen.
Wir lassen uns mal wieder treiben. Wir trinken in einem kleinen Restaurant einen Café und beobachten einfach das Gewusel in den Gassen. Niemand belästigt uns oder versucht uns zu irgendwas zu überreden. Stefan stoppt bei einem kleinen Friseursalon für Männer und lässt sich einen neuen Haarschnitt verpassen.
Am nächsten Morgen laufen wir zu Fuß zum Jardin Marjorelle.
Hier wollte ich schon seit langem hin.
19080 wurde dieser Garten von Yves Saint Laurent und seinem Partner Pierre Bergé gekauft. Seit dem haben Sie sich dem Erhalt dieser einzigartigen Anlage gewidmet. 1997 wurde sie in eine Stiftung überführt. Nebenan befindet sich die Villa, das Museé de Berber, das größte islamische Kunstmuseum, sowie das Yves Saint Laurent Museum.
Hier, an diesem einzigartigen Ort holte sich der Designer seine Inspirationen, die sich zweifelsohne in seinen berühmten Kollektionen widergespiegelt haben.
Im Museum gibt es eine kleine Filmdokumentation mit Interview Ausschnitten, seinen berühmtesten Fashion Shows und Eindrücken aus seinem Leben und Schaffen.
Ich fand es absolut fantastisch.
Der Garten ist natürlich ziemlich touristisch frequentiert aber wir haben uns einfach durchtreiben lassen. Das Berbermuseum gibt einen faszinierenden Einblick in die Geschichte mit wunderschönen Exponaten zur Bekleidung und dem typischen und regional unterschiedlichen Schmuckarten. Von der Präsentation in diesem Museum sind wir sehr beeindruckt. Wir finden, dieser Besuch gehört zu einer Reise nach Marrakesch zwingend dazu.
Wir fahren mit dem Taxi zum berühmten Platz Djemaa el-Fna. Direkt um die Ecke ist eine angesagte Rooftop Bar.
Ja, absolut nett. Aber nur Europäer und wir haben das Gefühl, das können wir überall haben. Wir verzichten bewusst auf die "Instagram" Atmosphäre und lassen uns noch ein bisschen weiter über den Platz treiben, vorbei an den Food Ständen, den Marktschreiern den Tierhälften und all den anderen Ständen mit Klamotten, Obst- und Gemüse wieder in Richtung Medina. Hier tauchen wir ab und finden ein kleines Restaurant, ebenfalls mit Terrasse.
Natürlich haben wir viel zu viel gekauft: neue Kissenhüllen, Gewürze, Tücher, Taschen etc. Keine Ahnung wo wir das wieder alles im Auto unterbringen... Am Sonntag nehmen wir langsam Abschied von einer Stadt, die uns fasziniert und aus der wir viele Eindrücke, Gerüche und auch Bilder im Kopf mitnehmen, die wir erstmal verarbeiten müssen. Wir fragen uns, ob wir wieder kommen würden? Ja, auf jeden Fall.
Unser Auto finden wir in einwandfreiem Zustand wieder vor. 8 Euro hat das Parken hier für drei Tage gekostet. Kann man ja nix sagen.
Jetzt kommt die abschließende Challenge: wir müssen noch einmal durch die ganze Stadt. Wo eigentlich zwei Spuren sind, gibt es plötzlich vier. Aber irgendwie geht alles. Der Verkehr ist enorm, aber alles wuselt sich zurecht.
Wir machen uns auf den Weg nach Essaouira.
Hier verbringen wir keine Zeit mehr. Wir sind so voll mit Eindrücken, das wir das Gefühl haben wir müssen das alles erstmal sacken lassen.
Auf dem Weg Richtung Tanger machen wir noch einen Stop an der Küste.
Wir stehen auf einem großen Parkplatz mit ein paar "Fischbuden" am Rand. Ein Mann fragt uns, ob wir Hunger haben. Und wie. Er zaubert uns auf seinem kleinen Grill ein köstliches Dinner mit Seezunge, Gambas und Calmar.
Wir brauchen noch zwei Tage und dann sind wir wieder in Tanger. Wir kriegen sogar eine Fähre früher. Es geht auf einmal alles ganz schnell und noch am Abend sind wir wieder in Spanien.
Hier brauchen wir in gewohntem Umfeld erstmal ein paar Tage zum "Runterkommen".
Nächstes Ziel: Portugal!!

















































































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